Foto-
Kiboko

Bangladesch

In vollen Zügen

Bangladesch Tag 6-6: Dhaka Werft

Schiffe brauchen Motoren. In den Ab­wrack­werften in Chitta­gong werden bei der Ver­schrottung der Schiffe die Motore aus­gebaut. Die Neben­antriebe der Ozean­riesen werden zu Haupt­antriebe bei kleinen Schiffen. Sie werden per Boot an­geliefert. Aber wie kommt ein Motor in die Werft?

Das Bild zeigt einen großen Dieselmotor auf Holzbalken am Flussufer. Im Hintergrund ist auf einem kleinen Holzboot ein baugleicher Motor. Dahinter ist ein fertiges graues Frachtschiff.
Bild 263: Alter Motor für neue Schiffe

Motortransport

Vom Schiff zum Ufer wird ein Balken­weg ge­baut. Da es nicht ge­nügend Holz­balken gibt, müssen die Balken für jeden Ab­schnitt neu ver­legt werden. Die Ar­beiter schleppen die Balken um den Motor. Sie laufen Barfuß oder in Schlappen durch den Schlamm und Müll am Fluss.

Der Motor liegt auf Eisen­rohren. Damit wird der Motor­block roll­fähig. So kann der Motor Stück für Stück in die Werft ge­zogen werden.

Das Bild zeigt eine Gruppe Männer die einen Balken auf den Schultern neben einem Motor tragen. Sie laufen durch Schlamm, großblättrige Pflanzen und Plastikmüll am Ufer.
Bild 264: Ein Balken wird um den Motor getragen
Das Bild zeigt eine Gruppe Männer die einen zweiten Balken um den Motor tragen. Ein Balken liegt bereits schon vor dem Motor im Schlamm.
Bild 265: Der zweite Balken kommt

Sobald die Balken hinter dem Motor ab­gebaut und vor dem Motor neu auf­gebaut sind, kann der Motor um eine Balken­länge weiter­gezogen werden. Als An­trieb dient eine Spindel. Ein Seil wird auf­gewickelt. Mehrere Männer ziehen und schieben an der Spindel

Das Bild zeigt sechs Männer an einer Spindel. An einem senkrechten, durch Drahtseile notdürftig stabilisierten Holzstamm, ist eine lange Stange befestigt. Sechs Männer ziehen und schieben am Querbalken. Damit wird ein Seil aufgewickelt, an dem der Motor hängt.
Bild 266: Der Antrieb für den Motor

Harte Arbeit!

Das Bild zeigt das Porträt eines Mannes beim Drehen der Spindel. Im Hintergrund ist unscharf der Motor sichtbar.
Bild 267: Voller Krafteinsatz an der Spindel
Das Bild zeigt  das Porträt eines jungen Mannes beim Drehen an der Spindel.
Bild 268: Schwerstarbeit

Stapellauf

Ein Schiff ist fast fertig. Es liegt mit dem Rumpf auf einer Beton­bahn mit Schienen. Bald wird das alte Eisen wieder flott.

Das Bild zeigt den Bug eines schwarzen Frachtschiffes. Die Ankerketten hängen lose aus dem Bug. Das Schiff steht auf einer Betonbahn mit Schienen die zum Fluss geneigt sind.
Bild 269: Bald ist Stapellauf

Fähranleger

Die Zeit ist um. Kiboko muss die Werft wieder ver­lassen. Der Weg geht zu­rück zum Boot­anleger vor der Werft. Leider fährt Kiboko nicht mit der schnittigen Fähre im Hinter­grund.

Das Bild zeigt einen Steg aus Holzbohlen durch Schlamm und Plastikmüll an einem Fluss. Die senkrechten Stützen aus Knüppeln ragen über dem Steg und dienen als Geländer. Am Ende des Steges liegen kleine Holzboote. Im Hintergrund fährt eine weiße Personenfähre mit drei Decks und spitzer Schnauze.
Bild 270: Fähranleger an der Werft

Mit der Paddelbootfähre schippert Kiboko wieder über den Buri­ganga.

Das Bild zeigt ein flaches Holzboot. Darin sitzen vier Männer, eine Frau und ein Kleinkind. Hinten steht der Bootsführer mit einem langen Paddel.
Bild 271: Die Paddelbootfähre kommt

Mit dem romantischen Sonnen­unter­gang auf der Werft endet der 6. Reise­tag.

Das Bild zeigt eine Stimmungsaufnahme des Hecks mit der Brücke eines im Bau befindlichen Frachtschiffes im Gegenlicht. Hinter der Brücke geht die Sonne unter und färbt den Himmel orange.
Bild 272: Sonnenuntergang in der Werft