Foto-
Kiboko

Norwegen

Weißes Pulver & Grüne Lichter

Tag 9-1: Tromsø

In der vorhergehenden Nacht sind wir lange unter­wegs ge­wesen. Da­durch ist der folgende Tag etwas kürzer. Ganz früh morgens - so gegen 14 Uhr - bummelt Kiboko alleine durch Tromø.

Musikpavillon

Beim Anblick des kleinen Pavillons vor dem alten Rathaus wird der Spiel­trieb von Kiboko geweckt. Es ist mal wieder eine Gelegen­heit für das 8mm Fisch­auge. Die Kamera wird auf dem Boden aus­gerichtet. Dann wird der Selbst­auslöser be­tätigt. Kiboko ver­steckt sich hinter einen viel zu dünnen Pfeiler. Schon ist ein Bild aus un­gewöhnlicher Per­spektive im Kasten. Am unteren Bild­rand steht das alte Rathaus.

Das Bild zeigt rundes Bild mit einem Fischauge. Es ist eine Innenaufnahme von einem achteckigen Holzpavillon. Die Stützpfeiler laufen sternförmig zusammen. In der Bildmitte ist das Dach. Am Bildrand ist der Boden.
Bild 216: Musikpavillon mit dem Fischauge

Fortrollige Samtaler

Kiboko läuft weiter Richtung Hafen. An einer Quer­straße steht ein Zwitter zwischen Reise­bus und LKW. Im vorderen Teil sind Sitz­reihen für die Passa­gieren. Hinten ist ein Kasten­aufbau mit großem Lade­raum. Mit diesen Ge­fährt sind die Fortrollige Samtaler mit Liv Ullmann und Ingmar Bergmann unter­wegs. Mit so einem Fahr­zeug könnte auch eine Gruppe Modell­bahner mit ihren Modulen zu einem FREMO-Treffen reisen.

Das Bild zeigt eine Mischung aus Reisebus und LKW. Im ersten Drittel sind Sitzreihen. Dahiner kommt ein geschlossener Aufbau in der Größe eines Containers. Der Bus ist dunkelrot lackiert und hat eine Werbeaufschrift am Aufbau.
Bild 217: Das Feuerrote FREMObil

Am Hafen wechselt sich auch täglich das Bild. Neu angekommen ist die Fleur de Lampaul. Es ist ein historische Segelschiff von 1948.

Das Bild zeigt ein hellgraues zweimastiges Segelboot von hinten. Es liegt an einem verschneiten Kai. Im Hintergrund sind große hölzerne Lagergebäude.
Bild 218: Fleur de Lampaul

Anschließend geht Kiboko in das Polar­museum. Tromsø war Aus­gangs­punkt für viele Ex­peditionenen in die Arktis. Das Museum ist diesen Forschungs­reisen, allen voran Roald Amunden und Fridtjof Nansen ge­widmet. Kiboko war be­reits in seiner Jugend­zeit im Museum. Sofort werden viele Er­innerungen wach. An­scheinend hat sich das Museum über die Jahre kaum ver­ändert.

Stadthäuser

Kiboko schlendert durch die Straßen von Tromø zu­rück zum Hotel. Ein paar alte Holz­häuser wollen noch foto­grafiert werden.

Das alte weiße Holz­haus hat bereits neue Dach­gauben be­kommen. Auch der Thai-Massage­salon scheint auch erst später ein­gezogen zu sein.

Das Bild zeigt eine Häuserzeile aus drei zweigeschossigen Holzhäusern. Das erste Haus hat an der Ecke den Eingang und ein kleines geschäft mit rot verklebten Schaufenstern. An ser Seite ist ein roter Schriftzug Thai Massasje.
Bild 219: Thai Massasje

Die Schneemassen türmen sich auf dem Dach. Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen steigen, dann haben sie das Ver­langen nach unten zu rutschen. Eine Dach­lawine würde die Passanten auf dem Geh­weg be­graben. Daher stellen die Nor­weger Holz­latten an das Haus. Dadurch müssen die Passanten einen Bogen gehen und sind außer­halb des Ge­fahren­bereichs.

Das Bild zeigt eine Geschäftsstraße mit zweigeschossigen Holzhäusern. Auf dem Geheweg und auf den Dächern liegt Schnee. am 2. Haus lehnen drei lange Holzlatten am Haus und ragen in den Fußweg.
Bild 220: Latten gegen Dachlawinen

Das kleine Frisørhuset in der Grønnegata hat seinen Platz tapfer gegen die großen Märkte in der Nach­barschaft ver­teidigt. Es wirkt etwas ver­loren an der Straßen­ecke zwischen den modernen Ge­bäuden.

Das Bild zeigt ein kleines, zweigeschossiges, graues Holzhaus mit zwei Fenster und einer Tür an der Längsseite. Am Haus steht in schwarzen Buchstaben Frisørhuset 62. Dahinter und daneben stehen mehrgeschossige, moderne Gebäude.
Bild 221: Frisørhuset

Am Abend feiern wir den Geburts­tag von Marc. Die Sonnen­aktivität ist mit Kp 0,33 minimalst. Der Wetter­bericht sagt Wolken voraus. Also gibt es keine realistische Chance auf Polar­lichter.

Nachts am Hafen

Trotzdem geht Kiboko für ein paar Nacht­aufnahmen zum Hafen. Der gegen­über­liegenden Stadt­teil ist Tromsdalen mit der Eismeer­kathedrale. Für Kiboko wurden alle ver­fügbaren Laternen ein­geschaltet. Der ganze Ort­steil leuchtet Kiboko ent­gegen.

Statt Grünlicht gibt es heute Blau­licht. Ein Kranken­wagen fährt über die 1000m lange und 36m hohe Tromsøya­bru. Die Lang­zeit­belichtung sorgt für Effekt­beleuchtung.

Das Bild zeigt eine Nachtaufnahme von einer Betonbalkenbrücke über einen Meeresarm. Über die Brücke führt eine Lichtstspur mit einen Strichmuster, wobei ein Strich jeweils aus 5 blauen Punkten besteht. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Meer aus Lichtern von einem Ort. Die Lichter spiegeln sich im Meeresarm.
Bild 222: Blaulicht statt Grünlicht

Ein weiterer Krankenwagen folgt und passiert die Eismeer­kathedrale

Das Bild zeigt eine Nachtaufnahme einer Kirche im dreeckigen Querschnitt, die hinte reiner Brückenrampe steht. Auf der Brückenrampe ist die gesricheltes, blaues Lichterband von einem Krankeenwagen. Im Vordergrund ist ein Meeresarm. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge.
Bild 223: Mit Blaulicht zur Eismeerkathedrale

Der Mond steigt über den Bergen auf. Schleier­wolken ver­decken den Him­mel, wie eine Tüll­gardine. Da­hinter schauen ein paar Sterne hervor. Plötzlich taucht eine weitere "Wolke" am Himmel auf. Sie hat einen anderen Grau­ton als die Schleier­wolken. Sie wandert viel schneller. Der Kamera­sensor über­führt die Wolke als schwaches Polar­licht. Es ist zu schwach, um sich gegen die Lichter der Stadt und den Mond durch­zusetzen. Aber es ist da!

Das Bild zeigt eine Nachtaufnahme von einer Brücke über einen Meeresarm. Dahinter ist ein hell erleuchteter Ort. Im Hintergrund sind schneebedeckte Berge, über denen der Mond aufgeht. Am Himmel sind dünne Schleierwolken. Zwischen den Schleierwolken schaut ein diffuses, dünnes Polarlicht hindurch.
Bild 224: Schwaches Polarlicht über Tromsdalen

Auch wenn es keine Chance auf Polarlichter gibt, sollte man sie nutzen.