Foto-
Kiboko

Madagaskar

Auf den Spuren der Lemuren

Madagaskar Tag 5-2: Ampitambe

Der Zug schaukelt los. Der Mittel­platz ist wenig be­rauschend. Einige Rei­sende stehen im Gang. Neben Kiboko sitzt ein junges Pärchen. Das ist mit sich selbst be­schäftigt. Am Zug und die vor­bei­ziehende Land­schaft haben sie wenig Interesse. Nur selten er­hascht Kiboko ein Blick durch das Fenster. Der Zug fährt durch Reis­felder und Tee­plantagen. Immer­hin gelingt mal ein Bild durch die Scheibe.

Das Bild zeigt eine Häusergruppe aus rosafarbenen bis orangefarbenen Lehmhäusern an einem flachen Hang. Davor sind frisch gepflügte Reisefelder. Der Hügel dahinter ist eine große Teeplantage.
Bild 205: Ein Hochlanddorf zwischen Reis und Tee

Endlich hält der Zug. Kiboko ist in der Zwischen­station Ampitambe an­ge­kommen.

Ampitambe

Einige Reisende verlassen den Wagen. Der Gang lichtet sich. Kiboko kann eben­falls auf­stehen. Auf dem Bahn­steig herrscht ein munteres Treiben.

Buntes Treiben

Das ganze Dorf scheint auf den Beinen zu sein. Bar­füßige Kinder in sehr ein­fachen Kla­motten be­staunen den Zug. Touristen mit Trecking­schuhen und Kameras be­staunen die Dorf­bewohner.

Das Bild zeigt viele Menschen am Zug. Viele bafüßige Kinder in beigen Klamotten stehen zwischen den Schienen das Nachbargleises. Dazwischen sind eine handvoll Touristen. Im Hintergrund sind strohbedeckte Dächer von einfachen Häusern.
Bild 206: Am Bahnhof in Ampitambe

Der Handel floriert. Frauen aus dem Dorf ver­kaufen Lebens­mittel am Zug. Die ein­heimischen Reisenden zweiter Klasse greifen aus dem offenen Fenster zu. Da es keinen Speise­wagen gibt, wird das Pro­viant an den Halte­stellen ge­kauft. Für die Dorf­bewohner ist der Zug eine wichtige Ein­nahme­quelle. Die Touristen in der ersten Klasse haben weniger Interesse am Handel.

Das Bild zeigt Reisende, die sich weit aus dem Zugfenster lehnen und die Arme ausstrecken. Frauen mit Körben reichen ihre Waren in die Höhe.
Bild 207: Der Handel floriert.
Das Bild zeigt eine Frau in einer hellblauen Jacke. Sie trägt einen großen, grob geflochtenen Korb über dem Kopf. Darin sind Orangen. Sie streckt den Korb den geöffneten Fenstern im Zug entgegen.
Bild 208: Orangen statt Speisewagen

Wie lange wird der Zug hier halten? Kiboko wagt sich nicht weit von der Ein­gangs­tür des Erste Klasse Wa­gens weg. Im letzten Wa­gen sind auch viele Touristen. Hier lassen sich für die Dorf­bewohner weniger Ge­schäfte machen. Kiboko hat etwas Platz und kann den Wagen von der Seite foto­grafieren. Er hat in der Mitte zwei neben­einander­liegende Türen. Das ist eine un­gewöhnliche Bau­weise. Der Wagen wurde 1946 für die Lausanne-Echallens-Bercher-Bahn in der Schweiz gebaut.

Das Bild zeigt einen vierachsigen Personenwagen. Unten ist er in einen dunklen türkis lackiert. Oben ist es ein helles grünblau. Ein gelber Streifen trennt die Farben unter der Fensterkante. Ein zweiter gelber Streifen ist im unteren Bereich. Die Türen an den Wagenenden erlauben keinen Übergang zum Nachbarwagen.
Bild 209: Schweizer Personenwagen B18

Kiboko steigt wieder ein. Der Sitz­platz von Kiboko hat ein anderer Reisender ein­genommen. Das ist auch gut so. Kiboko bleibt lieber im Ein­gangs­bereich stehen. Dabei herrscht Ge­dränge. Aber so kann Kiboko wenig­stens durch die offene, oder besser nicht vor­handene, Tür foto­grafieren. Die Ab­fahrt zieht sich aber noch hin. Kiboko hätte locker zu den Loks gehen können, um den ganzen Zug zu foto­grafieren.

Abfahrt

Dann schaukelt der Zug weiter zum nächsten Bahn­hof. Bei der Aus­fahrt kann Kiboko noch einen Blick auf das Bahn­hofs­viertel werfen. Die Ver­käuferinnen bleiben mit ihren ver­bliebenen Waren zurück. Morgen kommt wieder ein Zug.

Das Bild zeigt kleine eineinhalbstöckige Häuser mit Strohdach. Davor stehen Frauen. Auf dem Boden sind Matten mit ausgebreiteten Gemüse.
Bild 210: Unverkaufte Ware am Bahnsteig
Das Bild zeigt eine weitere Hütte mit Männerun und Kindern davor. Auf einer Matte liegen grüne Kohlköpfe.
Bild 211: Der Zug fährt ab. Ob sich der Verkauf gelohnt hat?